Flur_Treibland«Danowski durchquerte die Lobby, an einer Reihe von Beamten vorbei, wobei er den dicken Teppich unter seinen Füßen als vage tröstlich empfand. Sein Blick suchte die rothaarige junge Frau, die geweint hatte, um sich an ihr festzuhalten. Beiläufig, aber enttäuscht stellte Danowski fest, dass sie verschwunden war. Stattdessen sah er, dass am Ende des Ganges eine Gestalt in einem weißen Schutzanzug stand. Die Luft an Bord roch nach synthetischer Aprikose.»

(Treibland, S. 51)

 

Kommentar von Till Raether.

Man verbringt ja an Bord eines Kreuzfahrtschiffes sehr viel weniger Zeit mit Serviettenfaltkursen, Kapitäns-Dinners und Landgängen, und mehr damit, würde ich sagen, in Schlangen zu warten oder durch Gänge zu laufen. Die Gänge sind auf manchen Decks fast so lang wie das Schiff, das Auge weigert sich, sie als Wege zu sehen, sie werden, wenn man sie entlangläuft, zu so einer Art primitiver 3D-Fluchtpunkt-Grafik, wie bei alten Computerspielen. Das Licht finde ich toll, es sieht genauso nach Aprikose aus, wie die Luft riecht.

Ein Gedanke zu “

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>